1.   Was ist Autogas?

2.   Gibt es verschiedene Gasfahrzeuge?  

3.   Welche Autos kann man umrüsten?

4.   Welche baulichen Veränderungen werden am Fahrzeug durchgeführt?

5.   Wie arbeiten Autogas- Motoren?

6.   Was kostet die Umrüstung auf Autogas?

7.   Was kann ich mit der Umrüstung sparen?

8.   Warum ist Autogas gegenüber Benzin so preisgünstig?

9.   Welche Preisentwicklung wird für Autogas erwartet?

10.   Was wiegt die Autogasanlage im Fahrzeug extra?

11.   Benötige ich für die Umrüstung eine Zulassung nach der StVZO?

12.   Wohin kommt der Autogastank?

13.   Ist das Betanken mit Autogas schwierig?

14.   Gibt es ausreichend Tankstellen?

15.   Kann ich auch im Auslandsurlaub Autogas tanken?

16.   Wie wirkt sich die Umrüstung auf Kfz- Versicherung und Steuer aus?

17.   Wie sicher ist Autogas?

18.   Ist das Parken in Tiefgaragen verboten?

19.   Welche Besonderheiten gibt es bei der Wartung von Autogas- Anlagen?

20.   Gibt es andere TÜV- Intervalle durch die Umrüstung auf Autogas?

21.   Welche Besonderheiten gibt es beim Fahren mit Autogas nach der Umrüstung?

22.   Wie sichere ich mich hinsichtlich möglicher Schäden ab?

 

1.    Was ist Autogas?

Autogase (auch genannt LPG = Liquefied Petroleum Gas) sind in der Regel Begleitgase bzw. Bestandteile von Erdgas, die unter geringem Druck verflüssigt werden. Bei der Entnahme von Flüssiggas aus einem Druckbehälter verändert Autogas seinen Aggregatzustand im Verhältnis 1/260 in einen gasförmigen Zustand. Flüssiggas lässt sich auch aus biogenen Rohstoffen, wie bspw. Holz oder anderen nachwachsenden Pflanzen (auch genannt Bio- Flüssiggas) herstellen.

2.   Gibt es verschiedene Gasfahrzeuge?  

Es werden hauptsächlich Systeme nach Flüssiggas (LPG- Liquefied Petroleum Gas) und komprimiertem Erdgas (CNG- Compressed Natural Gas) unterschieden. Üblicher sind Systeme mit Flüssig- bzw. Autogas, die das Unternehmen Autogas-Technik GmbH ausschließlich vertreibt. Deshalb werden im Folgenden nur die mit Flüssig- bzw. Autogas betriebenen Fahrzeuge beschrieben.

3.   Welche Autos kann man umrüsten?

Es können alle Autos mit Otto- Motoren umgerüstet werden, die mit dem Kraftstoff Benzin betrieben werden. Das betrifft auch Motoren mit Direkteinspritzung, auch bekannt als FSI- Motoren.

4.   Welche baulichen Veränderungen werden am Fahrzeug durchgeführt?

Otto- Motoren sind relativ einfach auf Autogas umrüstbar, ohne dass mechanische Veränderungen am Motor vorgenommen werden müssen. Generell lässt sich die Funktionsweise von Autogassystemen mit der von Benzineinspritzanlagen vergleichen. In separaten Leitungen wird das flüssige Autogas vom zusätzlich eingebauten Tank mit Hilfe eines Verdampfdruckreglers in den gasförmigen Zustand überführt. Das Gas-Luft-Gemisch wird bis vor die Einlassventile der einzelnen Zylinder geführt. Ein Mikroprozessor regelt den Autogasantrieb.

5.   Wie arbeiten Autogas- Motoren?

Nach einer Umrüstung auf Autogas kann jederzeit – entweder automatisch oder per Knopfdruck - von Gas- auf Benzinbetrieb umgeschaltet werden (bivalentes System). Im gasbetriebenen Zustand wird anstelle des Benzin- Luftgemischs Flüssiggas- Luftgemisch im Otto- Motor verbrannt. Autogas enthält keine Additive und ist dadurch motorschonend und geräuscharm.

6.   Was kostet die Umrüstung auf Autogas?

Die komplette Umrüstung auf Autogas sollte nur von autorisierten Fachwerkstätten vorgenommen werden und kostet je nach Fahrzeugtyp zwischen 1.600 und 3.800 Euro. Bereits bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 km amortisiert sich diese Investition zwischen dem ersten und zweiten Jahr nach der Umrüstung.

7.   Was kann ich mit der Umrüstung sparen?

Der Mehrverbrauch (l/100 km) von Autogas beträgt gegenüber dem Benzinverbrauch ca. 20 Prozent. Autogas kostet etwa die Hälfte (ca. 0,68 €/ Liter) von Benzin (ca. 1,40 €/ Liter). Bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 20.000 km/ Jahr und 12 Liter Verbrauch/ 100 km bei Autogas und 10 Liter Verbrauch/ 100 km bei Benzin haben Sie jährliche Kraftstoffkosten in Höhe von 1.134 € bei Autogas und 2.800 € bei Benzin. Das macht eine Kraftstoffersparnis von 1.666 €/ Jahr!

8.   Warum ist Autogas gegenüber Benzin so preisgünstig?

Weil die Bundesregierung Autogas mit einem niedrigeren Mineralölsteuersatz fördert. Grund dafür ist u.a., dass autogasbetriebene Fahrzeuge einen viel geringeren Schadstoffausstoß aufweisen als bspw. benzinbetriebene Fahrzeuge. Von der Gas-Gewinnung bis zum Verbrauchsgerät entstehen im geschlossenen System weder Umwandlungsverluste noch Schadstoffemissionen. Autogas verbrennt nahezu rückstandsfrei. In Verbindung mit einem Katalysator können die Schadstoffe somit um bis zu 80 Prozent reduziert werden. 

 9.   Welche Preisentwicklung wird für Autogas erwartet?

Der Mineralölsteuersatz für Gas wurde in Deutschland bis zum Jahr 2018 festgelegt. Deshalb wird bis zu diesem Zeitpunkt für Autogas eine relative Preisstabilität erwartet.

10. Was wiegt die Autogasanlage im Fahrzeug extra?

Das Leergewicht einer Autogasanlage beträgt einschließlich Tank ca. 40 Kilogramm.

11. Benötige ich für die Umrüstung eine Zulassung nach der StVZO?

Für die Straßenzulassung eines auf Autogas umgerüsteten Fahrzeuges wird nach nationalem Recht eine Änderungsabnahme nach § 21 StVZO benötigt. Autogas-Technik GmbH bietet nahezu für alle Fahrzeugfamilien dieses Einzelabgas- Gutachten für 69,00 Euro beim Kauf eines Autogassystems. Bitte beachten Sie beim Kauf einer Autogasanlage, dass diese Systeme (Anlage + Tank) im Ausland oftmals ohne dieses Einzelabgas- Gutachten angeboten werden!

12. Wohin kommt der Autogastank?

Die Autogastanks werden in der Regel in die Reserveradmulde des Kofferraums oder als Unterflurtank montiert. Autogas nimmt in flüssiger Form nur etwa 1/260 seines gasförmigen Volumens ein, so dass ein relativ kleiner Autogastank im Vergleich zu anderen Kraftstoffarten große Reichweiten ermöglicht.

13. Ist das Betanken mit Autogas schwierig?

Nein. Das Tanken von Autogas ist genauso einfach wie das Tanken von Benzin oder Diesel. Die Zapfsäulen von Autogastankstellen sind eindeutig gekennzeichnet und haben im Vergleich zu Benzin- und Dieselzapfsäulen unterschiedliche Einfüllventile, so dass eine Verwechslung der Tanksäulen ausgeschlossen werden kann.

14. Gibt es ausreichend Tankstellen?

Das Autogas- Tankstellennetz in Deutschland  ist nahezu flächendeckend. Bis zum Jahr 2008 wird in Deutschland ein Gesamtbestand von ca. 4.000 Stationen erwartet. Bis zum Jahr 2015 soll sogar jede 3. Tankstelle Autogas anbieten. Autogastankkarten können Sie bei uns unter "Tankstellen" downloaden.

15. Kann ich auch im Auslandsurlaub Autogas tanken?

Die Qualitätsanforderungen an Autogas sind europaweit einheitlich geregelt und ermöglichen so zumindest in der EU einen problemlosen grenzüberschreitenden Einsatz. In Europa sind derzeit ca. 20.000 Autogastankstellen in Betrieb. Durch das bilvalente Tanksystem können Sie jedoch immer mit Bezin fahren, wenn keine Autogastankstelle erreichbar ist.

16. Wie wirkt sich die Umrüstung auf Kfz- Versicherung und Steuer aus?

Einige Versicherungen bieten günstigere Ökotarife an. Fragen Sie nach! Die Kfz- Steuer bleibt unverändert, da beim bivalenten System weiterhin mit Benzin gefahren werden kann.

17. Wie sicher ist Autogas?

Das Fahren von autogasbetriebenen Fahrzeugen ist sehr sicher. Druckfeste Autogastanks aus Stahl, umfangreiche Sicherheitseinrichtungen (wie z. B. Sicherheitsventile, ein automatischer Befüllstop, Rückschlag- und Rohrbruchventile etc.) und strenge Sicherheitsauflagen für Autogas gewährleisten selbst bei Unfall oder Brand einen größtmöglichen Sicherheitsstandard. Der autorisierte Einbau der Autogasanlage erfolgt nach den Regeln der StVZO und wird im Anschluss daran durch TÜV/ DEKRA begutachtet.

18. Ist das Parken in Tiefgaragen verboten?

Laut Mustergaragenordnung dürfen Autogasfahrzeuge in öffentlichen Tiefgaragen und Parkhäusern abgestellt werden.

19. Welche Besonderheiten gibt es bei der Wartung von Autogas- Anlagen?

Wartungstechnisch gibt es die Besonderheit, dass Gasfahrzeuge in einem Turnus von 24 Monaten einer Gasanlagenprüfung (GAP) unterzogen werden müssen (neu seit 01.04.2006). Eine bestandene GAP ist Voraussetzung für die Zulassung zur Hauptuntersuchung (HU Plakette). Die GAP ist auch nach besonderen Ereignissen (Reparatur, Unfall) notwendig.

20. Gibt es andere TÜV- Intervalle durch die Umrüstung auf Autogas?

Nein, auf Autogas nachgerüstete Fahrzeuge werden wie konventionelle Pkws behandelt.

21. Welche Besonderheiten gibt es beim Fahren mit Autogas nach der Umrüstung?

Beim Einsatz von LPG-Autogasanlagen kommt es zu veränderten Fahreigenschaften gegenüber herkömmlichen Benzineinspritzsystemen. Da Flüssiggas gasförmig den Zylindern zugeführt wird und Gas „träger“ als Benzin reagiert, kann bei einer abrupt veränderten Fahrweise, wie z. B. schnelles Gasgeben ein verändertes Ansprechverhalten gegenüber Benzin auftreten.

Des Weiteren verbrennt Autogas langsamer und heißer als Benzin - das bedeutet, dass die Fahrdrehzahl immer unter 5.000 U/min gewählt werden sollte. Über 5.000 U/min setzt der volle Verbrennungsdruck durch einen größeren Zündverzug erst ein, wenn der Kolben schon einen Teil seines Weges im Verbrennungstrakt hinter sich hat. Damit geht ein Teil der Leistung und des Kraftstoffeinsatzes ungenutzt verloren. Als Resultat hieraus macht sich zudem ein erheblicher Mehrverbrauch bei gleichzeitigem Leistungsverlust bemerkbar. Das mindert den Spareffekt erheblich. Außerdem könnte es bei dauerhaftem Betreiben des Motors über 5.000 U/min und hoher Last bzw. Geschwindigkeit zu thermischen Überbelastungen kommen, die die Lebensdauer der Ventile und der Ventilsitze erheblich verkürzen können. Die Gasanlagen werden in Ländern, wie z. B. Italien und der Niederlande entwickelt, in denen die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h nicht überschritten werden darf. Bis zu diesem Geschwindigkeitsbereich werden dort die Anlagensysteme optimiert.

Fazit: Früh schalten und nur so viel Gas geben, wie der Motor auch annimmt. Bei richtiger Fahrweise sollte der Mehrverbrauch von Flüssiggas gegenüber Benzin nicht über 20% liegen!

Beim Kaltstart und in der Warmlaufphase benötigt der Motor neben dem Gas noch zusätzlich eine geringe Menge Benzin. Bei Kurzstreckenfahrten wird der Spareffekt also gemindert, da der Nebenbenzinverbrauch höher ist. Im Sommer sollte der Benzinverbrauch auf 1.000 km nicht über 3-4 Liter liegen. Im Winter ist der Benzinverbrauch auf Grund der längeren Kaltlaufphasen bis zum Umschalten auf Gas etwas höher. Sie sollten aber trotzdem den Benzintank immer ½ voll füllen und zweimal im Jahr entleeren, um Schäden durch überaltertes Benzin zu vermeiden.

Nach dem Einbau der Autogasanlage dauert es mitunter bis zu 3 Tankfüllungen, bis die Anlage komplett entlüftet ist. In dieser Zeit kann sich das Fahrverhalten noch leicht verändern, so dass die Anlage noch einmal neu eingestellt werden muss. Diese Neueinstellung gehört bis zu zweimal zur kostenfreien Serviceleistung der Fa. Autogas-Technik GmbH , wenn die Autogasanlage bei uns erworben wurde.

22. Wie sichere ich mich hinsichtlich möglicher Schäden ab?

Wir empfehlen jedem Eigentümer des Fahrzeuges eine Versicherung abzuschließen, die vorsorglich alle Schäden an Bauteilen und Baugruppen absichert, die durch eine Fehlfunktion der Autogasanlage Schaden nehmen könnten. Bei der Fa. Autogas-Technik-Thüringen gehört die Abwicklung der Versicherungsformalitäten ebenfalls zur kostenfreien Serviceleistung! Diese Versicherung kostet bspw. für 12 Monate ca. 85,00 € Prämie. Für diese Versicherung, einschl. Prämienhöhe übernimmt Autogas-Technik-Thüringen allerdings keine Gewähr!